Pipelines fuer Oel- und Gastransport
3 sat am 18.03.2007 um 16.00 - 16.30 Uhr
hitec: Pipeline weltweit führt uns in die Welt der Pipelines - wie sie gebaut werden und wie mit modernster Technik Unfälle vermieden werden können.
Bis jetzt gibt es insgesamt drei Millionen Kilometer Pipelines für den Öl- und Gastransport weltweit. 25.000 Kilometer neue Leitungen kommen Jahr für Jahr hinzu. Um Erdöl zu transportieren ist dies, im Gegenzug zu Tankschiffen, noch die sicherste Methode. Aber auch Pipelines haben ihre Schwachstellen. Im nördlichen Alaska, in der Prudhoe Bay, entdeckten Mitarbeiter von BP im März 2006 ein großes Ölleck. Ausgelaufen waren mindestens eine Millionen Liter Öl. Daraufhin beschloss BP das Ölfeld erst einmal stillzulegen. Vielleicht hätte die Katastrophe entweder verhindert oder vorhergesehen werden können, den es gibt Fachleute die mit so genannten „Molchen“ in das innere von Ölleitungen schauen können. Ein über vier Tonnen schweres, acht Meter langes Fahrzeug fährt über das Rohr und überprüft die Leitung über Hunderte Kilometer auf feine Risse.
Es gibt zwei verschiedene Arten von Pipelines. Es gibt Offshore - Pipelines die zum größten Teil unter Wasser auf dem Ozeanboden verlaufen und dann gibt es Pipelines die auf dem Land ihren Platz haben.
In der modernen Industriegesellschaft ist Erdöl zurzeit der wichtigste Rohstoff. Er wird benötigt um Treibstoff herzustellen und für die chemische Industrie hat er eine große wirtschaftliche Bedeutung.
Weltweit liegt der tägliche Verbrauch des „Schwarzen Goldes“ bei circa 84 Millionen Barrel.
Im Jahr 2003 waren folgende Länder Erdölhauptverbraucher:
- USA: 20,1 Millionen Barrel
- Volksrepublik China: 6 Millionen Barrel
- Japan: 5,5 Millionen Barrel
- Deutschland: 2,7 Millionen Barrel
Pro Jahr steigt der weltweite Verbrauch um circa 2% an.
Da die Erdölvorkommen auf der Welt nicht unendlich sind, wird nach Wegen gesucht, Energie in regenerativer Form zu produzieren. Unter anderem durch Sonnen- und Windenergie oder durch Biodiesel, Pflanzenöl und Erdwärme.
Mit diesem Prinzip der Energiegewinnung auf der Basis von Biomasse, fährt das Bioenergiedorf in Jühnde bei Göttingen gut. Die benötigte Energie erzeugt das erste Bioenergiedorf Deutschlands durch nachwachsende Rohstoffe. Dort gibt es ein Biomasse - Heizwerk und eine Biogasanlage - die gewonnene Energie wird dann über ein Nahwärmnetz an die Haushalte weitergeleitet.
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