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Ein Leopard (photocase.com)
Leoparden in Eis und Schnee, das gibt es nur in Sibirien. Im äußersten Südosten Russlands im Dreiländereck von China, Russland und Nordkorea streifen die gefleckten Katzen durch die Taiga entlang des Amur. Der große Fluss gab ihnen den Namen: Amurleoparden. Doch nur 30 Amurleoparden haben Wilderei und Waldzerstörung überlebt.

Der Film wird am Montag, den 13. Dezember 2010 auf 3sat um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Leoparden in Eis und Schnee, das gibt es nur in Sibirien. Im äußersten Südosten Russlands im Dreiländereck von China, Russland und Nordkorea streifen die gefleckten Katzen durch die Taiga entlang des Amur. Der große Fluss gab ihnen den Namen: Amurleoparden. Sie sind größer als ihre afrikanischen Verwandten, haben ein dichteres Fell und gelten als die schönsten Raubkatzen überhaupt.

Ihr Pelz war bei Trappern äußerst begehrt - nur einer der Gründe, warum die russischen Leoparden heute ums Überleben kämpfen. Nur 30 Tiere haben Wilderei und Waldzerstörung überlebt. Es sind die Letzten ihrer Art. Zu ihrem Schutz wurde bereits vor über 50 Jahren ein Naturreservat geschaffen, Kedrovaya Pad, das älteste in Russland. Doch auf dem180 Quadratkilometer großen Areal finden nur zwei erwachsene Tiere genügend Raum: das Männchen Puzan und die Leopardin Skrytnaya. Aber auch die beiden haben ein Problem: Sie finden kaum noch Beute in der Region. Abholzung, Wilderei und Waldbrände haben fast alles Wild ausgelöscht.

Die Raubkatzen müssen auf Haustiere ausweichen und sind ständig in Gefahr, abgeschossen zu werden. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass Puzan Skrytnayas Vater und auch der Vater ihres Jungen ist. Es gibt nur noch so wenige Amurleoparden, dass inzestuöse Paarungen eher die Regel als die Ausnahme sind, mit tragischen Folgen. Russlands Umweltschützer kämpfen verzweifelt für die Rettung der Leoparden. Sie wollen die letzten großen Waldareale miteinander vernetzen und unter Schutz stellen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.