Der Preis ist immer dann besonders heiß, wenn die täglichen Zeitungsbeilagen mit unschlagbaren Schleuderpreisen werben: Badelatschen für einen Euro, ein Damen-Jogginganzug für 12 Euro, Zucchini für 19 Cent das Stück und Wassermelonen für 49 Cent pro Kilo oder der Billig-Laptop, für den der Kunde nur in der Schlange stehen muss. Die Dumpingangebote locken die Verbraucher, doch den Preis zahlen oft die Angestellten mit miserablen Löhnen.

Am 11. August 2010 zeigt der SWR ab 20:15 Uhr die aufschlussreiche Reportage „Hauptsache billig“.

Bei vielen Unternehmen überwiegt das Verlangen nach Macht, Gier und Profit gegenüber dem Bewusstsein für vernünftige Arbeitsbedingungen bei den Angestellten. Produktionsstätten wie China, Bangladesch, Almeria oder Spanien werden von Unternehmen gezielt gewählt. Hier können Billigprodukte günstig produziert werden. Ein Arbeiter in China, der Personalcomputer herstellt, bekommt am Ende des Monats zwischen 80 und 100 Dollar. Näherinnen und Näher aus Bangladesch stellen für fast alle europäischen Verkäufer Kleiderwaren für noch geringere Löhne her und marokkanische und lateinamerikanische Frauen schwitzen für ein paar Cent unter Plastikplanen, um Gemüse anzubauen, das in Deutschland supergünstig verkauft wird. Gewerkschafter und Vertreter von Hilfsorganisationen kämpfen scheinbar vergeblich, denn am Ende gewinnt immer der kleinste Preis. Vielleicht auch gerade deshalb, weil Konsumenten gerne ihre Augen verschließen, wenn der Preis stimmt. Der Autor Mirko Tomic besucht mit einem Filmteam die Produktionsorte der Billigprodukte und durchleuchtet die Arbeitsbedingungen.