Eine Kulturreportage ueber den Poet Yasawi
Hodscha Ahmed Yasawi ein asketischer Poet, Mystiker und Religionsstifter, jener Mann, der einst den nomadischen Steppenvölkern den Islam nahebrachte. In einer Stadt an der einstigen Seidenstraße, dem heutigen Turkestan, hat er gelebt und gelehrt, hier ist er auch 1146 gestorben.
Der Fernsehsender NDR berichtet am Sonntag, den 06.09. ab 06.45 Uhr über den kasachischen Poet Yasawi.
Am Rand der riesigen Steppe Kasachstans steht eine prächtige Grabmoschee. Hier liegt ein Mann begraben, der den Kasachen heilig ist: Hodscha Ahmed Yasawi.Ihm hat im 14. Jahrhundert Weltenherrscher Timur ein Mausoleum bauen lassen, das die Bezeichnung monumental wahrlich verdient. In 40 Metern Höhe thront die mächtige blaue Kuppel. Reitern wies sie noch aus 40 Kilometer Entfernung den Weg. Timur, der damals ganz Zentralasien und die halbe Welt beherrschte, liebte die Macht und die Baukunst. Am Mausoleum des Volksheiligen erprobte er Bautechnik und Dekorkunst, jenen blauen Glanz der Kuppeln, der später in seiner Hauptstadt Samarkand erstrahlen sollte. Ahmed Yasawi ist als "Heiliger des einfachen Volkes" bis heute hoch verehrt. Er gilt als Urvater des Sufismus, jener Richtung des Islam, die in Mittelasien bis heute vorherrscht.
Turkestan ist der wichtigste Pilgerort der Region, von weit her kommen die Menschen. Nach den 70 gottlosen Jahren der Sowjetzeit suchen die Kasachen an seinem Grab Besinnung und kasachische Identität. Der Film begleitet eine kasachische Hirtenfamilie aus der Steppe bei einer Pilgerfahrt nach Turkestan.
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