Das Wunschbild vieler Stammzellenforscher für das Jahr 2030 sieht rosig aus. Menschliche Organspenden sind überflüssig geworden, denn ein facettenreiches Angebot an „Ersatzteilen“ steht zur Verfügung. Organe werden synthetisch hergestellt und in Laboren gezüchtet, Lieferanten der wertvollen Organe sind Tiere. Wie weit die Forscher heute bereits sind und was bald mehr als Fiktion sein könnte, zeigt die Dokumentation über Transplantationsmedizin in der Zukunft.


Arte zeigt am 26.06.2010 ab 9:45 Uhr einen Einblick in die zukünftige Transplantationsmedizin.

Es sterben jährlich rund 400.000 Deutsche an Herzversagen und 200.000 am Schlaganfall. Bei weiteren 50.000 liegt der Ausfall eines der anderen inneren Organe vor. Diese Statistik verdeutlicht die Wichtigkeit von Spenderorganen. Doch leider sind in der Gegenwart nicht ausreichend gesunde Organe vorhanden und deshalb arbeitet nicht nur die Stammzellenforschung weltweit auf Hochtouren. Die Zukunft könnte in synthetisch hergestellten Organen oder winzigen unabhängig angetriebenen Motoren liegen. Auch Tiere sollen als Lieferant der Organe dienen. Erste Tests zeigten hierbei Abstoßreaktionen beim Primaten, allerdings haben die Wissenschaftler dieses Problem bereits in den Griff bekommen. Einen weiteren Ansatz stellt die regenerative, zelltherapeutische Selbstheilung des Menschen dar. Der Körper ist in der Lage, eine geringe Schnittverletzung selbst zu heilen und dieses Prinzip könnte in Zukunft auch bei Organversagen zum Einsatz kommen. Die Stammzellenforschung sieht die Zukunft optimistisch.