Am 16.12.2010 zeigt das ZDF um 16.50 Uhr eine Dokumentation, die das Leben der Dayak beschreibt.
Bäume waren für sie Quellen der Kraft, der Dschungel das Zentrum der Welt: Die Dayak, Ureinwohner der indonesischen Insel Borneo, waren einst gefürchtete Kopfjäger. 4.500 Jahre lang lebten sie in kleinen Gemeinschaften entlang der Flüsse, bis die indonesische Regierung im 20. Jahrhundert die drittgrößte Insel der Welt für die Besiedlung freigab. Seitdem gehen Jahr für Jahr 13.000 Quadratkilometer Wald unwiederbringlich verloren. Doch das Land der Dayak ist noch nicht vollständig zerstört. Im größten zusammenhängenden Schutzgebiet Indonesiens, dem Kayan Mentarang Nationalpark, sind das Wissen und die Mythen der Vergangenheit noch nicht vergessen.

 

Die Dokumentation zeigt, wie die Ureinwohner mit Hilfe der Umweltorganisation WWF den Wald schützen und gleichzeitig ihr kulturelles Erbe bewahren. Weil das alte Ahnenrecht der Dayak wieder ernst genommen wird, gewinnt auch der Wald wieder an Bedeutung, und zwar als eine Welt, die den Menschen alles zur Verfügung stellt, was sie zum Leben brauchen. Diese Rückkehr zu den alten Werten ist eine Chance für die Zukunft. Deshalb diskutieren die Dayak auch über Straßen und beteiligen sich an wissenschaftlichen Forschungsprojekten. Sie nehmen ihren Wald auf ganz neue Weise in Besitz.