Die giftigsten Tiere der Welt

Die giftigsten Tiere der Welt
NDR am Samstag den 24.03.2007 um 13.45-14.30 Uhr

Queensland ist ein australischer Bundesstaat, der viele Strände, Inseln und Regenwälder zu bieten hat. Dort gibt es auch das beeindruckenste Korallenriff der Erde - das Great Barrier Reef. Mit seinem subtropischen Klima ist es eines der beliebtesten Ziele für Touristen. Für giftige Tiere wie die Seeschlange, Würfelqualle, Kegelschnecke und Blauring-Krake, die für Menschen tödlich sind, ist das Great Barrier Reef ein Paradies.

Der Blauring-Krake hat eine blass-braune Hautfarbe und ist ca. 12 Zentimeter groß. Bei Erregung bekommt er eine leuchtend türkise Warnfärbung. Sein Speichel enthält verschiedene, gefährliche Gifte und er besitzt einen Giftvorrat. Ein Biss des Blauring-Krake kann in kürzester Zeit zum Tod von 26 Menschen führen.

Die Kegelschnecke hat einen Giftapparat - die Giftharpune. Die Schnecke beschießt ihre Opfer aus ihrem Schlund heraus mit dem Gift, wodurch diese blitzschnell paralysiert (unbeweglich) werden. Dadurch können sich die Opfer nicht mehr wehren und werden von der Kegelschnecke verschlungen.
Menschen müssen sich nach einer Giftattacke der Kegelschnecke die Einstichstelle abdrücken und den betreffenden Körperteil stillhalten, damit sich das Gift nicht im Körper verteilen kann. Einige Menschen sterben an diesem Gift.

Die Plattschwarz - Seeschlange jagt nach Muränen und Fischen. Sie ist giftiger als die Kobra und die einzige Chance für einen Menschen, ihren Biss zu überleben, ist ein spezifisches Antiserum gespritzt zu bekommen.

Wissenschaftler interessieren sich immer mehr für die Gifttiere in dem Gebiet des Great Barrier Reef. Dr. Jamie Seymor hat sich z. B. den Untersuchungen von Würfelquallen verschrieben, die erst in den 1950er Jahren entdeckt wurden.
Zur Gattung der Würfelqualle gehört auch die Seewespe, die eines der giftigsten im Meer lebenden Tiere ist. Bei Kontakt injiziert sie das Gift in die Haut und erzeugt so schmerzhafte Verbrennungen, so dass alleine der Schock zum Tode führen kann.

Der Wissenschaftler Brian Fry sammelt im Great Barrier Reef die giftigsten Seeschlangen, um ihnen Giftproben zu entnehmen. Dadurch erhofft er sich, wie viele anderen Forscher, neue Medikamente zu entdecken und Gegengifte entwickeln zu können. Diese sollen wirksamer und verträglicher als die heute Gebräuchlichen werden.


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