Der wichtigste Rastplatz für Kraniche in Deutschland und einer der größten in Mitteleuropa ist die Vorpommersche Boddenlandschaft. Im Herbst verweilen im Nationalpark manchmal mehr als 30.000 dieser größten heimischen Vögel. Doch nicht nur für die Kraniche, sondern auch für viele andere Zugvögel ist diese Region eine optimale Zwischenstation auf ihrem Weg in den Süden. Hrfernsehen zeigt den Film am Mittwoch, den 06. April 2011 um 14.15 Uhr.

Die Landschaft ist vielgestaltig: Steil- und Flachküsten, Landzungen, Buchten, Dünen und Strandseen liegen nirgendwo so eng beieinander. Ein Teil vom Darß, Hiddensee und die Vogelinseln Kirr und Oie gehören dazu. Sie laden viele Vogelarten auch zum Überwintern ein. Im zeitigen Frühjahr kehren die Kraniche, auch "Vögel des Glücks" genannt, zurück.

Mit einem spektakulären Balz-Tanz kündigt sich die Paarung an. Versteckt im märchenhaften Erlenbruch des Darßer Waldes brüten sie. Dabei wechseln sich Männchen und Weibchen arbeitsteilig ab. Bereits im Frühsommer brechen die Kranichjungen zu ihren ersten Ausflügen auf - eine Zeit, in der auch auf den Vogelinseln bei Kiebitzen und Säbelschnäblern Hochbetrieb herrscht. Im Sand der Steilküste von Hiddensee nisten Hunderte Uferschwalben. Drei Viertel der gesamten Fläche des Nationalparks bestehen aus Wasser. Eine Besonderheit sind die im Bodden gelegenen Seegraswiesen mit zahlreichen Kleintieren. Bei einem Tauchgang wird auch dieser wichtige Lebensraum vorgestellt.
(Der nächste Teil folgt am 11. April.)